Hr. Rafael Jurado, die Katholische Marienschule Potsdam und die Bohne 
„Interessiert mich nicht die Bohne“ bedeutet so viel wie: Die einzelne kleine Bohne ist zu klein, ist nichts wert.
Vom Gegenteil überzeugte uns Hr. Rafael Jurado, der als Koordinator der Landpastoral in Kolumbien kleinbäuerliche Kooperativen unterstützt und das Bewusstsein der Bäuerinnen und Bauern für ihre Rechte, für gesunde Ernährung und klimafreundlichen Anbau stärkt.

So erweckte er bei seinem Besuch in der Marienschule unser Interesse an der Bohne als Bild für die Wertschätzung unserer Lebensmittel. 
Während bei den Kleinbauern in Kolumbien jede Bohne zählt, gehen wir oft unachtsam mit unseren Lebensmitteln um und schmeißen vieles davon weg. 
Bohnen sind die entscheidende Einnahmequelle kleinbäuerlicher Kooperativen, in denen die Bauern durch den gemeinsamen Kaffeebohnenverkauf ihren Lebensunterhalt generieren, wodurch stabile Lebensverhältnisse entstehen und junge Kolumbianer nicht in den Kokaanbau abwandern.

Respekt vor den kleinen Dingen, die uns nähren und gemeinschaftliche Solidarität als Antwort auf Krisen und Unfrieden, das hat uns Hr. Rafael Jurado bei seinem Besuch gelehrt. So inspirierte er uns zur Gestaltung eines Misereor-Fastengottesdienst in der Potsdamer Gemeinde St. Peter und Paul unter dem Titel: „Was brauchen wir wirklich - von welchen Dingen könnten wir weniger haben und würden reicher werden?“ Dies bewegte die Schülerinnen und Schüler. Getragen von der Gemeinschaft zwischen Schule und Gemeinde in Gestalt gemeinsamen Feierns erlebten wir einen wunderbaren Gottesdienst. In der anschließenden Coffee-Stopp-Aktion konnten 850,- € für Misereor und die Kleinbauern in Kolumbien eingesammelt werden.
Vielen Dank allen helfenden Händen!