Zu einem Werkstattgespräch hatte die Caritas eingeladen. Das Gesprächsformat mit prominenten und interessanten Zeitgenossen ist erprobt, wurde schon wiederholt in Berlin und anderenorts ausprobiert  und fand diesmal in der  Katholischen Marienschule Potsdam statt.

„Müssen wir Demokratie neu lernen? Argumente gegen Populismus"

Aktueller hätte das Thema des Abends nicht sein können, war doch eine Woche zuvor der Vorsitzende der 5 Prozent-Partei FDP, mit den Stimmen von CDU, FDP und AfD zum Ministerpräsidenten des Freistaats Thüringen gewählt und das Wahlergebnis damit auf den Kopf gestellt worden. Seither stand die politische Elite in Berlin und Erfurt Kopf.

Auf dem Podium diskutierten die Professorinnen Gesine Schwan und Ulrike Kostka: Sozialwissenschaftlerin und SPD Politikerin die eine und Sozialethikerin und Direktorin der Caritas die andere. Ihr Gespräch wurde moderiert von Christian Thomes, dem Referatsleiter für Gesundheit und Soziales der Caritas.
Was heißt überhaupt rechts, rechtspopulistisch oder rechtsextrem? Wie begegnet man populistischen Parteien? Wie differenziert man zwischen Mandatsträgern und deren Wählern? Wo lassen sich Kompromisslinien finden und wie schmal ist der Grad zwischen Abgrenzungsbeschlüssen und politischem Pragmatismus?

Auf diese und andere Fragen auch aus dem Publikum heraus haben Frau Schwan und Frau Kostka Antworten gegeben, so dass das zahlreich erschienene Publikum einmal mehr die Gelegenheit hatte, über das politische Forum, das die Marienschule einmal mehr geboten hat, im Anschluss bei Wasser, Wein und Brezeln weiter zu diskutieren.

Thomas Rathmann

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