Afridun Amu zu Besuch in der Marienschule: Über Flucht, Integration, Sport und Ernährung

Weit und breit kein Meer: Kann man in Afghanistan auf Wellen reiten? Man kann! Auf Flüssen. Und wer es trotz aller Gefahren, die damit verbunden sind, Kindern und Jugendlichen beibringt ist Afridun Amu.

Er ist mit seinen Eltern aus seiner Heimat geflohen, nach Deutschland gekommen, als er fünf Jahre alt war und hier aufgewachsen, hat in Niedersachsen Abitur gemacht, danach Jura studiert und in Göttingen sein Examen gemacht.  Während des Studiums hat er in Urlauben das Meer und das Wellenreiten für sich entdeckt, nun ist er der erste Wellenreiter Afghanistans, der sein Land bei internationalen Meisterschaften und olympischen Spielen vertritt.

Der Besuch in Potsdam am letzten Tag vor den Weihnachtsferien erfolgte in einer seiner kurzen Trainingspausen. Auf Einladung der Better World AG und von Lenni B. aus der 10a hat Afridun Amu der Marienschule einen Besuch abgestattet, um über das Thema „Sport und Ernährung“ zu sprechen. Amu hat seine Ernährung im Laufe seines Trainings Schritt für Schritt umgestellt: Zunächst hat er begonnen, sich vegetarisch zu ernähren, um dabei die Erfahrung zu machen, dass er leistungsfähiger wurde. Schließlich begann er, auf alle tierischen Produkte zu verzichten und sich komplett vegan zu ernähren. Bei ihm hat das dazu geführt, dass er sein Training noch einmal hat steigern können. Das aber, so Amu, sei kein Automatismus und kein Patentrezept für jeden Sportler, sondern eine solche Ernährungsumstellung müsse auch medizinisch begleitet werden. Gesprochen hat er über die Chancen und Risiken von Veganismus vor allem für Jugendliche.

Der Besuch war spannend, aufschlussreich und hat dazu angeregt, sich über bewusste Ernährung Gedanken zu machen.

Thomas Rathmann

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