Nach einer S-Bahnfahrt quer durch die ganze Stadt landeten wir nach ca. 1 ½ Stunden in Rahnsdorf im Osten von Berlin. Wir nahmen extra die S-Bahn statt der Regionalbahn, um die von Frau Dammann gepreiste „Woltersdorfer Straßenbahn“, welche mit circa 20 Stundenkilometern durch den Wald bummelt, zu nehmen. Das Besondere an dieser Straßenbahn ist, dass sie mit nur einem Wagen fährt, der ein übriggebliebenes Unikat aus der DDR ist.

Nun dann angekommen in Woltersdorf, direkt an einem der vielen Brandenburger Seen gelegen, ging es quasi sofort ans große Rechnen. Wir 14 Schüler, Frau Dammann und Frau Herzig versuchten uns drei Tage lang, insgesamt ungefähr 16 Stunden beziehungsweise knappe 1000 Minuten intensiv mit den drei Abiturthemen Analysis, der analytischen Geometrie und der Wahrscheinlichkeitsrechnung auseinanderzusetzten. Dies taten wir in kleinen Gruppen von drei bis vier Schülern und wenn jemand Fragen hatte, standen uns Frau Herzig und Frau Dammann immer zu Diensten. Trotzdem kam an diesem Wochenende jeder einmal an seine Grenzen und die Verzweiflung war größer als zuvor gedacht. In der Zeit, in der wir nicht Mathe machten wurde vor allem gegessen und geschlafen. Dreimal am Tag hatten wir ein großes Buffet, an dem wir uns bedienen konnten. Mittags und abends gab es sogar immer warme Mahlzeiten. Der Höhepunkt jedoch war der Sonntagsbraten mit Rotkohl und Kartoffeln. Samstagnachmittag hatten wir auch mal Zeit zum Supermarkt zu gehen, was die meisten ausnutzten, um sich Nervennahrung zu kaufen. Abends saßen ein paar von uns noch zusammen und haben gepokert, die meisten aber waren so erledigt, dass sie tot-müde ins Bett fielen. Sonntagnachmittag ging es dann wieder Nachhause. Diesmal nahmen wir aber die Regionalbahn über Erkner, die bis nach Potsdam durchfuhr.

Alles in allem hat sich das Wochenende gelohnt und sogar ein wenig Spaß bereitet, denn nach der großen Verzweiflung wusste wenigstens jeder, was er noch zu lernen hat, um seine Abiturprüfung zu bestehen.
Wir möchten uns ganz herzlich bei Frau Dammann und Frau Herzig für das Mathecamp bedanken und hoffen, dass es ihnen auch Spaß gemacht hat.

May, 12. Klasse

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