Am Dienstag, den 20.05.14, führten Anika und Joelle die beiden Religionskurse der Jahrgangsstufe 11 in die Irre. Eigentlich suchten wir den Weg zu den Heilstätten in Beelitz, jedoch landeten wir zunächst im tiefen Wald zwischen Bäumen und Ruinen. Ahnungs- und orientierungslos irrten wir umher, bis wir vor einer imposanten Ruine standen, die ohne Zweifel zu den Heilstätten gehörte. Während wir uns diesem Gebäude vorsichtig nähern wollten, erschien mit einem Mal ein Mann hinter uns, ohne dass wir ihn kommen hörten.
Ein Schauer durchlief unsere Glieder. Wer war dieser Mann? Er selbst stellte sich als privater Hausbesitzer vor und drohte mit einer Anzeige wegen Hausfriedensbruch (gut, dass wir am letzten Freitag die staatliche Anerkennung der Schule bekommen haben ;-).


Etwas eingeschüchtert liefen wir auf die andere Straßenseite, wo die teilweise restaurierten Gebäude öffentlich zugänglich waren und erkundeten dort das Gelände. Dabei lauschte die Jahrgangsstufe den schaurig-spannenden Geschichten der Heilstätten, die von dem Kurs auf erhöhtem Niveau vorgetragen wurden: Von der Nutzung als Kurort für Tuberkuloseerkrankte ab 1902 über die Lazarettnutzung in beiden Weltkriegen bis hin zur heutigen Nutzung als Reha-Klinik. Die Technik des 200 Hektar großen Areals war für die damalige Zeit sehr fortschrittlich: Unter dem gesamten Gelände befindet sich ein sogenanntes Tunnelsystem, wo Heizkessel betrieben wurden. Die Tunnel verlaufen exakt unter den Gehwegen, was bedeutet, dass die Wärme der Heizungsrohre nach oben stieg und somit die Wege im Winter vom Schnee freihielt.


Punktgenau, als die Schauergeschichten auf dem Plan standen, tauchte ein mysteriöser, alter Mann auf. Dieser trug an einer Hand einen schwarzen Handschuh und streifte ab diesem Zeitpunkt immer in unserer Nähe herum. Uns war schon bekannt, dass die Bewohner der Gegend etwas komisch sind, was laut Geisterjägern darauf beruht, dass auch Adolf Hitler am Ende des Ersten Weltkriegs in den Heilstätten versorgt wurde. Zwischenzeitlich haben auch wir an unserem Verstand gezweifelt… Um unsere Nerven zu beruhigen, fuhren wir anschließend nach Klaistow zum Spargelhof, wo wir eine Führung durch den Betrieb mitgemacht haben und uns dann mit leckerem Spargel gestärkt haben. Alles in allem war es ein sehr aufregender und
nervenraubender Ausflug mit perfektem Wetter (herzlichen Dank an die hervorragende Terminvergabe von Frau Dammann) und leckerem Essen.

Joelle und Anika, 11. Klasse

PS: Auch die Religionslehrer waren hellauf begeistert!

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