Zu Besuch auf dem Katholikentag 2016 in Leipzig 

Zwei Schüler berichten:

Am Freitag, den 27.05.2016, besuchten die Jahrgangsstufe 11 und einige Zehntklässler den Katholikentag in Leipzig. Die SchülerInnen und LehrerInnen trafen sich um 8 Uhr an der Domstraße und sind dann mit einem extra angemieteten Bus nach Leipzig gefahren. Im Bus wurden Lieder gesungen und die gute Laune wurde sichtbar. Gegen 10.30 Uhr erreichte der Bus Leipzig und parkte auf einem Busparkplatz am Hauptbahnhof. In ganz Leipzig waren Stände aufgestellt und man sah überall freundliche Gesichter. Beim Aussteigen aus dem Bus bekam jeder sein Ticket, welches der Förderverein unserer Schule gesponsert hatte. Dieses musste man bei verschiedenen Workshops und Ständen vorzeigen. Es fungierte zudem auch als Bahn-, Tram- und Busticket. Die SchülerInnen fanden sich in Grüppchen von 4-8 Personen zusammen und besuchten dann gemeinsam die Workshops bzw. Stände, die sie interessierten.

Zunächst schloss ich mich einer Gruppe an, welche als erstes vorhatte die Bühne ostdeutscher Bistümer zu besuchen. Um zügig dorthin zu kommen, haben wir die Bahn benutzt. Beim Durchqueren des Bahnhofs sahen wir auf einer Bühne an einem Seitenausgang eine afrikanische Band, welche musizierte. Vor der Bühne standen viele Zuhörer, welche dieser traditionell geprägten Musik lauschten. Als wir nach gut 15 Minuten an der Bühne der ostdeutschen Bistümer ankamen, wurden wir von lieblich klingenden Kindergesängen, die von der dortigen Bühne tönten, empfangen. Außerdem wurden uns kostenlose Getränke des Erzbistums Berlin angeboten. Wir verweilten bis 12.50 Uhr bei der Bühne und sangen auch selbst bei uns bekannten Liedern tüchtig mit. Dann begaben wir uns auf den Weg zur Nikolaikirche, welche nicht weit entfernt lag, und wo sich alle um 13 Uhr zu einer gemeinsamen Messfeier einfinden sollten. Manche Gruppen mussten diese frühzeitig verlassen, weil sie sich mit einigen Workshops zeitlich überschnitt. Dies war auch bei meiner Gruppe der Fall, denn wir wollten den Workshop „Legal, illegal, egal?“ besuchen. Er befasste sich mit neuartigen Drogen und klärte über die Risiken dieser auf. Als dieser beendet war, fiel uns ein weiterer Workshop ins Auge, welcher unser Interesse weckte. Dieser nannte sich ,,Karriereleiter‘‘. Es handelte sich dabei um eine 12 Meter hohe Leiter, die man mit Kletterausrüstung und einer anderen Person erklimmen musste. Jede Sprosse dieser Leiter war mit einem Schriftzug überzogen, der Voraussetzung für eine erfolgreiche Karriere sein könnte. Bei diesem Workshop war Teamwork gefragt. Nachdem wir alle diese Leiter mit unserem jeweiligen Partner erklommen hatten, war einige Zeit verstrichen. Wir wollten noch die Ausstellung des Museums der bildenden Künste Leipzig besichtigen, welche unter dem Thema ,,Katholiken in der DDR‘‘ lief. Sie bestand aus 70 Schwarzweißfotografien. Es wurde deutlich, welch ein vielfältiges Leben die Katholiken in ihrem meist atheistischen Umfeld zu Zeiten der DDR bestritten. Als wir alle Fotografien angeschaut hatten, mussten wir uns zwangsweise auf den Rückweg zum Parkplatz am Hauptbahnhof begeben. Kurz nach 16.00 Uhr waren dann alle eingetroffen und wir traten die Rückfahrt an. Um 18.30 Uhr erreichte unser Bus Potsdam.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Katholikentag ein schönes gemeinsames Erlebnis war. Man hatte oft die Möglichkeit, sich mit anderen Gläubigen auszutauschen und neue Ansichten zu gewinnen. Das Gefühl von Gemeinschaft und Verbundenheit war stetig existent, was die Messe und die Workshops sehr angenehm gestaltete. Insgesamt waren die Workshops mit viel Muße und Liebe zum Detail geführt. Deshalb empfehle ich jedem, eine solche Möglichkeit zu nutzen und seine eigenen Erfahrungen zu sammeln.

Bruno, Klasse 10a

 

Am 27. Mai 2016 fuhr die Jahrgangsstufe 11 und einzelne Schüler der zehnten Klassen mit Frau von Kleist, Frau Remenyi und Herrn Winkler nach Leipzig zum hundertsten Jubiläum des Katholikentages.

Der Katholikentag findet alle zwei Jahre statt und es werden aktuelle religiöse, politische und soziale Fragen erörtert. Es nehmen sowohl Katholiken als auch Protestanten daran teil, und jede Religion ist beim Katholikentag  „Herzlich Willkommen“.

Nach einer zweistündigen Hinfahrt und kurzen Stärkung machten sich die SchülerInnen in Kleingruppen auf den Weg in die Innenstadt, um an Podien oder Workshops teilzunehmen oder sich an einzelnen Ständen Informationen zu selbst ausgewählten Themen zu erlangen. Meine Gruppe machte zuerst an einem Stand Halt, der sich mit dem Thema Kirche auseinandersetzte und Fragen wie „Was möchte ich an meiner Kirche ändern?“ oder „Was bedeutet die Kirche für mich?“ beinhaltete. Danach stoppten wir an einem Stand, der die Rechte der Frauen umfasste. Die Organisation nennt sich „IN VIA“ und  ist ein international organisierter katholischer Frauenverband, der sich gesellschaftspolitisch und durch konkrete Hilfen für gerechte Lebensbedingungen von jungen Menschen und vor allem für Mädchen und junge Frauen einsetzt. Sie starten verschiedene Kampagnen, wie zum Beispiel „Mittendrin“, wo sie auf die dramatischen Lebenssituationen und Perspektivlosigkeiten von Frauen aufmerksam machen, die ohne Aufenthaltspapiere in Deutschland leben. Beim nächsten Stand ging es um den Genuss von Alkohol, um auf die Gefahren aufmerksam zu machen, gab es zwei Rauschpegel-brillen mit 0,5 und 1,3 Promille, mit denen man zwei Stationen bewältigen musste, einmal das Balancieren auf einer geraden Linie und das Aufheben kleiner Gegenstände, wie die Fünfcentmünze, einen Faden und anderes.

Um 13:00 Uhr traf sich die gesamte Gruppe an der Nikolaikirche, und wir feierten gemeinsam den Gottesdienst. Daraufhin hatten wir noch ca. eineinhalb Stunden Zeit, bevor wir die Rückfahrt nach Potsdam antraten. Insgesamt kann man sagen, dass das ein sehr ereignisreicher Tag war, den du dir selbst gestalten und Fragen deines Interessengebiets loswerden konntest.

Es war eine tolle Erfahrung, die man nutzen sollte!

Felice, Klasse 10b

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