Am Montagmorgen, den 10.02.2014, um 9.30 Uhr flogen wir nach Genf. Vor dem Abflug wurde es spannend. Alle waren bereits da, bzw. auf dem Weg zum Flughafen, nur Johannes hatte vergessen, dass wir an diesem Tag nach Genf fliegen. Infolge dessen saß er nichtsahnend in der S-Bahn auf dem Weg zur Schule. Zu seinem Glück, waren die anderen informiert, nahmen Verbindung zu Lorenz und Matthias auf und schafften es, diese davon zu überzeugen mit dem Auto umzukehren und ihn vom S-Bahnhof Griebnitzsee abzuholen.

Kaum waren wir in Genf gelandet, ging es nach einem kurzen Halt in der Jugendherberge bereits zum CERN, der „Europäische Organisation für Kernforschung“. Hier wird physikalische Grundlagenforschung mit Hilfe großer Teilchenbeschleuniger betrieben, um den Aufbau der Materie zu erforschen. Wir besuchten das Globe, in dem sich die Ausstellung „Particels of the Universe“ befindet. Dort wurden wir  in einem futuristischen Ambiente über die kleinsten Teilchen der Materie und die Forschungsapparaturen des CERN informiert.  Danach gingen wir, wie an allen weiteren Tagen, in die Cafeteria des CERN zum Essen. Abends in der Jugendherberge besprachen wir unsere Erkenntnisse, klärten Fragen und vertieften uns in das Standardmodell der Physik.

Am nächsten Morgen besuchten wir eine weitere Ausstellung im CERN,  „microcosm“.  In dieser geht es um die Entstehung der Materie beim Urknall. Die Forscher am CERN können in den Beschleunigern annähernd die Bedingungen des Urknalls herstellen und daraus schließen, welche Teilchen damals entstanden sind und welchen Einfluss die Higgs-Teilchen auf die Masse der Materie hat. Am Nachmittag erkundeten wir Genf und fuhren bei strahlendem Sonnenschein über den gleichnamigen See.

Am letzten Tag hatten wir das überraschend große Glück, die unterirdische Innenwelt des CERN zu besichtigen. Als eine von wenigen Gruppen, durften wir hinunter zum Atlas-Beschleuniger. Da fühlten wir alle uns sehr klein im Verhältnis zu dieser unheimlich großen  Experimentiermaschinerie. Danach wurden wir mit einem CERN-Bus über das riesige Gelände gefahren und konnten die großen Lagerräume für die unzähligen Rechner bestaunen, auf denen jede Sekunde riesige Datenmengen gespeichert werden, die dann von Wissenschaftlern auf der ganzen Welt ausgewertet werden.

Neben der Physik haben uns zwei Dinge beeindruckt: Zum einen die umfassende Internationalität. Hier arbeiten Wissenschaftler aus über 100 Ländern. Und zum anderen wurde am CERN ja auch das World Wide Web erfunden.

Der Aufenthalt war äußerst spannend und informativ und wir können unsere Exkursion zur Nachahmung nur weiterempfehlen. Wir danken Frau Herzig und Herrn Seidl, dass sie uns diesen Einblick in den neuesten Stand der experimentellen Kernphysik ermöglicht haben.

Kathie und Lorenz für die Physikkurse auf erhöhtem Niveau

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