Die Projekttage unserer Schule sind jedes Jahr ein besonderer Höhepunkt des Schullebens. In diesen Tagen wird Lernen auf eine Weise möglich, die über den regulären Unterricht hinausgeht: fächerübergreifend, praxisnah und mit allen Sinnen. Schülerinnen und Schüler arbeiten in Projekten, entdecken neue Interessen, forschen, gestalten, diskutieren und präsentieren ihre Ergebnisse.
Dabei entstehen Lernräume, in denen Naturwissenschaft, Kunst, Geschichte, Religion, Politik und Musik miteinander verbunden werden. Gerade diese fächerübergreifende Perspektive ermöglicht ein umfassendes Lernen, bei dem Wissen, Kreativität und persönliches Engagement zusammenkommen, was persönlichkeitsbildend wirkt.
Ein wesentlicher Teil des Erfolgs unserer Projekttage ist die Unterstützung durch Eltern, externe Expertinnen und Experten sowie Kooperationspartner. Viele Projekte wären ohne dieses Engagement nicht möglich. Dafür sind wir als Schule sehr dankbar.
Projekttage 2025 – Japan
Im Juli 2025 stand die Projektwoche unter dem Thema „Japan- 80 Jahre Atombombenabwurf “. Die Schülerinnen und Schüler konnten aus einer Vielzahl von Projekten wählen und das Land aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen.
Naturwissenschaftliche und historische Projekte beschäftigten sich mit Themen wie
- Albert Einstein, Kernphysik und der Atombombe,
- Die Potsdamer Konferenz und Präsident Truman
- gesundheitlichen Folgen von Atomwaffen
- Erinnerungskultur rund um Hiroshima und Nagasaki
- Akira Kurosawa „Die sieben Samurai“ (Japan 1954):
Parallel dazu konnten die Schülerinnen und Schüler Japan auch kulturell und praktisch erleben:
- Kalligraphie und Manga-Zeichnen
- Karate und japanischer Volkstanz
- Projektchor mit japanischer Volksmusik und Friedensliedern
- Kochen japanischer Gerichte wie Gyoza und Sushi
Besonders eindrucksvoll war die Zusammenarbeit mit japanischen Gästen, die beim Kochen halfen und Einblicke in ihre Kultur gaben.
Ein Schüler berichtete begeistert: „Die Gäste waren hilfsbereit und sympathisch, was die Zubereitung der Gerichte einfacher gemacht hat. Am Ende haben wir sogar eine große Sushi-Rolle gemacht, die wie ein Panda aussah – das war für uns alle ein besonderes Highlight.“
Gemeinsame Aktionen wie das Falten von Origami-Kranichen als Zeichen des Gedenkens*oder die Gestaltung von Plakaten für eine Welt ohne Atomwaffenverbanden alle Projektgruppen miteinander. Der Abschluss mit Präsentationen, Tanz, Theater und Karate-Vorführungen zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig Lernen sein kann.
Projekttage 2024 – „Was uns bewegt“
Die Projekttage im Juli 2024 standen unter dem Motto „Was uns bewegt“. In 13 verschiedenen Projekten konnten sich die Schülerinnen und Schüler mit Themen beschäftigen, die gesellschaftlich, kulturell oder persönlich relevant sind.
Die Themen reichten von Religion und Geschichte über Musik, Tanz und Kultur bis hin zu aktuellen politischen und ökologischen Fragen.
Beispiele dafür waren:
- Projekt Judentum
- Auseinandersetzung mit der Lebensgeschichte „Plötzlich hieß ich Sarah“
- Diskussionen über die Frage „Kann oder sollte man die AfD verbieten?“
- Ernährung in der Zukunft
- Upcycling und Nachhaltigkeit
- kreative Projekte wie Urban-Art-Gärten
Auch hier zeigte sich, wie bereichernd es ist, wenn Schülerinnen und Schüler eigene Interessen verfolgen und Ergebnisse am Ende gemeinsam präsentieren.
Projekttage 2020 – „Schöpfung bewahren“
Ein früheres Beispiel ist die Projektphase zum Thema „Schöpfung bewahren“. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit der Schönheit und der Gefährdung unserer Erde und mit Möglichkeiten zum Schutz von Klima und Umwelt.
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des Klimaforschers Prof. Dr. Ottmar Edenhofer vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, der mit den Schülerinnen und Schülern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und globale Verantwortung diskutierte.
Praxisprojekte im Schulalltag
Neben den klassischen Projekttagen gibt es auch längerfristige Projekte, die praktisches Lernen ermöglichen.
Sozialtage
Ein Beispiel sind die Sozialtage. Schülerinnen und Schüler arbeitenin sozialen Einrichtungen – etwa in Kindergärten, Altenheimen oder sozialen Initiativen. Sie begegnen Menschen, übernehmen Verantwortung und reflektieren ihre Erfahrungen anschließend im Unterricht. Viele Schülerinnen und Schüler beschreiben dieses Projekt als besonders prägend und lehrreich.
Schulgarten
Auch unser Schulgartenprojekt eröffnet einen besonderen Lernort. Hier erfahren die Schülerinnen und Schüler ökologische Zusammenhänge unmittelbar: Sie pflanzen, pflegen und ernten Gemüse, beobachten Insekten und lernen, wie nachhaltige Landwirtschaft funktioniert.
