Was will ich einmal machen? Was kann ich gut? Welcher berufliche Weg passt wirklich zu mir? Solche Fragen begleiten junge Menschen über viele Jahre. An der Marienschule beginnt die diesbezügliche Auseinandersetzung bewusst früh und wird systematisch bis zum Abitur begleitet.
Berufs- und Studienorientierung verstehen wir nicht als einzelne Maßnahme, sondern als kontinuierlichen Entwicklungsprozess. Schülerinnen und Schüler lernen Schritt für Schritt, ihre Stärken wahrzunehmen, Interessen zu prüfen und Berufsfelder kennenzulernen, um schließlich eine fundierte Entscheidung für ihren weiteren Weg zu treffen.
Hierbei arbeiten wir eng mit verschiedenen Partnern zusammen. Wichtiger Ansprechpartner ist Herr Fabian Schüle von der Agentur für Arbeit, der unsere Schule regelmäßig besucht und eine Sprechstunde für die Schülerinnen und Schüler anbietet. Er informiert über Studien- und Ausbildungswege und führt intensive Einzelgespräche mit Schülerinnen und Schülern.
Klasse 7 – Stärken entdecken
Der Einstieg in die berufliche Orientierung beginnt mit der Frage nach den eigenen Fähigkeiten und Interessen. In Klasse 7 setzen sich die Schülerinnen und Schüler erstmals intensiver mit ihren Stärken auseinander.
Ein zentraler Baustein ist die Potenzialanalyse, die hilft, persönliche Fähigkeiten, Talente und Neigungen zu erkennen. Auch im Unterricht werden erste Bezüge zur Arbeitswelt hergestellt – etwa durch Themen wie wirtschaftliche Zusammenhänge, naturwissenschaftliche Anwendungen oder gesellschaftliche Entwicklungen.
Klasse 8 – Berufsfelder erkunden
In Klasse 8 wird der Blick auf die Arbeitswelt erweitert. Mit dem Projekt „Komm auf Tour“ entdecken die Jugendlichen weitere persönliche Stärken und Interessen. Zusätzlich besuchen sie Betriebe und Einrichtungen, um Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu gewinnen.
Der Zukunftstag Brandenburg bietet Gelegenheit, einen Tag lang einen konkreten Beruf kennenzulernen und erste praktische Erfahrungen zu sammeln.
Klasse 9 – Praxis erleben
Zentraler Meilenstein der Berufsorientierung ist das Schülerbetriebspraktikum in Klasse 9. Zwei Wochen lang arbeiten die Schülerinnen und Schüler in einem Betrieb oder einer Einrichtung und erhalten unmittelbaren Einblick in den Berufsalltag.
Das Praktikum wird intensiv vorbereitet und begleitet. Im Unterricht erstellen die Jugendlichen Bewerbungsunterlagen, üben Bewerbungsgespräche und lernen, ihre Interessen mit beruflichen Anforderungen abzugleichen. Während des Praktikums besuchen Lehrkräfte die Schülerinnen und Schüler vor Ort und begleiten sie bei ihren Erfahrungen.
In der anschließenden Auswertung reflektieren die Jugendlichen, welche Eindrücke sie gewonnen haben und welche beruflichen Wege für sie interessant erscheinen.
Klasse 10 – Verantwortung übernehmen
In Klasse 10 erweitert das Sozialpraktikum den Blick auf berufliche Perspektiven. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in sozialen Einrichtungen und lernen Tätigkeiten kennen, die mit Verantwortung für andere Menschen verbunden sind. Viele Jugendliche entdecken dabei neue Fähigkeiten und Interessen – etwa im pädagogischen, medizinischen oder sozialen Bereich.
Oberstufe – Perspektiven konkretisieren
In der Oberstufe rückt die Entscheidung für Studium, Ausbildung oder andere Wege stärker in den Mittelpunkt. Informationsveranstaltungen, Beratungsangebote und Messebesuche – etwa auf der Vocatium – helfen dabei, konkrete Perspektiven zu entwickeln.
Auch hier spielt die Zusammenarbeit mit Eltern und außerschulischen Partnern eine wichtige Rolle. Vertreterinnen und Vertreter aus Hochschulen, Unternehmen und Institutionen, aber auch Eltern geben Einblicke in Studiengänge, Ausbildungswege und berufliche Möglichkeiten.